Bis zum nächsten Mal!

Die Geschichte mit der Katze, die familienintern natürlich schon mit Namen und allem getauft wurde, hat ein vorläufiges Ende.

Nachdem der sensationell klischeehafte Herr F. aus Ordnungsamt X. mir am Telefon riet, eine Fundbescheinigung anzufordern, aber „neet mehr vandaag, wi hem’n all schloten. Mörgen sünn wi weer door.“*, habe ich mich im Netz schlaugemacht. Darum habe ich von einer Freundin einen Katzenkorb besorgt und bin mit Mieze zu unserem Tierarzt des Vertrauens gefahren. Die Herzhündin hatte sich schon abgefunden, dass da noch ein Fleckvieh auf dem Radar aufgetaucht ist. Die kompetente Arzthelferin hat schnell geschaut und siehe da, Mieze ist gechippt. Toll, sie hat ein Zuhause! Erster Gedanke.

Zweite Erkenntnis: Die Familie Mieze hat es versäumt, den Chip bei Tasso.de oder im deutschen Haustierregister zu registrieren. Dann bringt so ein Chip original —nichts. Den Informationen des regionalen Tierheims haben wir, meine Mutter und ich haben da mal echt unsere Teamkompetenzen gezeigt, entnommen, dass vermutlich zugelaufene Katzen versorgt werden sollen, damit sie nicht anfangen, Vögelchen zu fressen. Na, das ist ja mal gar kein Problem! Die Mieze hat also erstmal eine kleine Portion bekommen (soll ja keine Bauchschmerzen kriegen), die sie mit Inbrunst und Heißhunger vertilgt hat. Und nachdem alles so schön geregelt war, sie draußen einen kleinen Platz hatte und wir alle sie schon sehr willkommen geheißen haben, hat uns Mieze mal die kalte Schulter gezeigt und schnurrt wieder woanders rum. Wir wünschen dir alles Gute, du kleine Süße!

Aber: Die Hundedame des Hauses sagt mit ihren Blicken ganz klar: „Katzen, ey! Es heißt schon bei Thomas Mann: ‚Herr und HUND‘ und nicht ‚Herr und Katze‘. Denkt da mal drüber nach, Leute!“

Apropos Herzhund: Von der musste ich mich auch gerade verabschieden, sie macht Urlaub mit Oma und Opa in Nordfriesland. Ländervergleich und so. Da mal über’n Deich gucken. Also Geschirr um, Anschnaller dran und ab in’n Bulli. Tschüüühüüß!

Ach, die Festlandsburg ist ganz leer ohne Herzbube und Herzhund. Und ich, ich wollte ja mal; Achtung, Seemanswissen: Hebel on the table; so richtig viel losarbeiten. Hab‘ ich auch gemacht. Die Parkplatzfugen sind sauber, vor der Garage ist das Unkraut gezupft, die Beete sind wieder in Fasson, die Wäsche ist gewaschen und aufgehängt. Also alles, was man als Bildungsarbeiterin zur Vorbereitung des neuen Schuljahrs so richtig gut gebrauchen kann. Aber gut, ich habe die ganze Zeit dabei gedacht und Dinge im Kopf hin- und hergeschoben und so langsam entwickelt sich ein Plan. Wie sagt der Lieblingskollege der Ausbildungsschule immer so schön: Ich hatte heute viel vor. Jetzt habe ich morgen sehr viel vor.

Ich habe einfach ein bisschen gebraucht, mich mal wieder von der Insel loszueisen. Es geht zwar zügig wieder hin, aber die Sommerferienwochen sind schon immer besonders. Hier zum Beispiel: Vier feurige Pferde und ein Drachen. Mit ein bisschen weniger Plastik und nur mit den Namen kann man sich doch direkt ’ne tolle Geschichte ausdenken.

Das ist sowieso ’ne Idee. So JKR-mäßig eine siebenbändige Jugendbuchgeschichte über’n knackiges Thema entwerfen, super verkaufen, später mit Quentin Tarantino verfilmen und nie wieder Kerncurricula und Kompetenzorientierung!

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*“nicht mehr heute, wir haben schon geschlossen. Morgen sind wir wieder da.“

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