Oll Reef

Am vergangenen Sonntag wollten der Lieblingsinsulaner und ich eigentlich etwas im Garten machen. Dann regnete es aber und wir brauchten eine andere Idee. Demnächst steht ja Umzug Nr. 13 oder 14 an und da isses doch sehr praktisch, schon mal ein bisschen nach Einrichtungsgegenständen zu schnüstern. Hemm wi ook moakt. In’t „Oll Reef Hus“ in Grootfehn*.

Da ich die Idee von Flohmärkten ja wirklich gut finde, gleichzeitig aber überzeugte Langschläferin bin und in meinem Kopf sich die hartnäckige Behauptung hält, gute Sachen gäbe es nur in den frühen Morgenstunden, bin ich ungefähr alle fünf Jahre mal auf einem Flohmarkt. Es gibt da aber diese praktische Einrichtung von Familie Tjaden. Im NDR hatten sie vor einiger Zeit einen Beitrag über den Sammeldrang von Herrn Tjaden. In dem ehemaligen Gulfhof gibt es eine Teestube und ein „Museum“ von Hausratgegenständen des letzten Jahrhunderts. Man kann aber auch um ein-zwei Ecken biegen und in eine Lagerhalle gelangen, wo es eine Unmenge an eben „Reef“ gibt. Was soll ich sagen? Im ersten Moment erschlägt es einen:

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Dann stellten wir aber fest, dass es durchaus ein System gibt. Ein sehr volles und in den Übergängen sehr fließend gestaltetes System, aber ein System. Ein paar meiner Highlights möchte ich euch nicht vorenthalten:

So gibt es dort eine kleine Nische, die thematisch der Schule zugeordnet ist. Schon interessant, was die vor ein paar Jahrzehnten so als wissenswert erachtet haben. Und diese Lehrkraft-Mode erst. Vielleicht sollte ich mich auch mal mit einem „Elbsegler“ auf dem Kopf vor meine Mischpoke stellen.

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Der dortige Lehrplan beschäftigte sich schon früh und wahrscheinlich schon lange, bevor es das Wort „Fairtrade“ in irgendeiner Sprache überhaupt gab, mit Schokolade. Schokolade ist ja nahezu IMMER gut. Es sei denn, sie wird mit Dingen vermischt, die einfach nicht zu ihr gehören. Fleur de Sel oder Traube-Nuss zum Beispiel. Aber wenn man das vermeidet, kann man mit Schokolade eigentlich nix verkehrt machen, auch dann nicht, wenn ich wieder im Drachen-Modus bin:

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Die locker-flockige Ansprache an Gegen-den-Zaun-Pisser klappt auch ganz hervorragend:

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In wirklich sehr, sehr, sehr großer Anzahl gibt es Werkzeuge und Eisenwaren. Da gibt es doch dieses Musical, welches alle US-Amerikanerinnen kennen, dessen Titel mir gerade nicht einfällt, wo es so einen Schrottwichtel gibt, der einem kleinen Mädchen über den Regenbogen hilft. Oder sie singt. Oder so. Also jedenfalls, HIER könnte man bestimmt manchen Eisenmann zusammensetzen. Und ich meine jetzt nicht „Was tot ist, kann niemals sterben“-Eisenmänner.

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Hafenromantik. Immer gut. Jetzt alle im Chor: „Juuunge, komm‘ baaald wieder, bald wiieeder nach Haaauuus, Junge, faaahr nie wieeeder, nie wieeeder hinaaauuus.“

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Für DIY-Fans gibt’s dort auch Inspiriationen:

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Und modisch isses auch irgendwie:

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Voll mit Eindrücken haben wir uns erst mal eine Kanne Tee gegönnt. Mit Kuchen. Ich habe lange nicht so einen leckeren Kuchen gegessen. Dann haben wir noch ein bisschen mit Herrn Tjaden über eine Milchkanne verhandelt, denn viele der Sachen kann man dort auch kaufen, und sind wieder abgezogen.

Wir kommen wieder!

*…gucken. Haben wir auch gemacht. Im „Alten Zeug Haus“ in Großefehn.

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