Freuden einer Reiterin

Als frischgebackene Pferdebesitzerin bin ich unmittelbar Studentin des „Bachelor of Pferdegrundausstattung (B.PA.)“ geworden. Wie nach Bologna-Verordnung üblich, muss ich 300 Creditpoints sammeln, ehe ich als voll ausgestattete Pferdebesitzerin in den „Master of Equines Zeitmanagement (M.EZ.) zugelassen werden kann. Studieninhalte sind unter anderem: Materialkunde, Kommunikationsstrategien (die sind nochmal unterteilt in Ehegatten-Erklärungskurse, weibliche Stall-Kommunikation und Kritikfähigkeit am eigenen Pferd), medizinisches Grundwissen in Alternativ- und Schulmedizin sowie Tutorien für sinnvolle Arbeitswege mit Titeln wie: „Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen“.
 
Als Zusatzmodul wird „Bekleidung“ angeboten. Die Sinnhaftigkeit erschließt sich mir seit heute Nachmittag auch: Wenn nämlich Monsieur le Cheval und Madame le Chien beim gemeinsamen Spaziergang beschließen, an der Kreuzung in zwei unterschiedliche Richtungen zu wollen, muss Frau Studienrätin mal kurz ihr Erziehungshandbuch aufschlagen. Da steht dann drin: „Bleiben Sie cool und konsequent. Gehen Sie nicht über „Los“ und auch nicht in den nächsten Baumschatten. Harren Sie im Regen aus, bis sich die Zöglinge beruhigt haben. Wenn Sie dabei nass werden, denken Sie daran, wie gerne Sie im November an einen romantischen Sommerregen zurückdenken werden.“
 
Ich liebe meine Viecher ❤

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