Liebe und so – Erfreuliche Alltagsnews

Seit ungefähr zwei Monaten stapft der große Bubi mit durch unser Leben. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne ihn war:

C+tHier reitet ihn gerade meine tolle Reitlehrerin, damit ich so ein schönes Foto von den beiden schießen kann. Er ist so lieb und aufmerksam und dabei irgendwie noch ein kleiner Schussel, das geht mir direkt und total ins Herz.

Aber auch das ganze Drumherum stimmt: Der beste Ehemann von allen hat eine große Portion Verständnis für meine Unbedingtheit, mit der es mich zum Stall zieht und hört mir zu, wenn ich abends mit leuchtenden Augen von dem Pferdchen schwärme. Die weltbeste Hundedame nimmt es gelassen, hat sich doch inzwischen ein Alter erreicht, in der sie nur noch hinter jedem zweiten halbwegs interessanten Dingens herrennen muss. Meistens findet sie es einfach nur großartig, in riesigen Kreisen über den Springplatz zu rasen und sich zu erfreuen, dass sie das so gut kann.

Das sind die Quellen, die mich glücklich und zufrieden machen. Mit all diesen Erlebnissen kann ich der Schule viel gelassener entgegentreten, als es noch bis vor einigen Monaten der Fall war. Weil ich weiß, dass es auf der einen Seite diese schönen Momente für mich gibt, die mich wieder geraderichten und die mir Kraft geben, kann ich hoffen, dass es die für meine Kolleginnen und Kollegen, für meine Schülerinnen und Schüler auch gibt.

Weil ich bis ins Innerste spüre, dass es auf diesem Planeten, in diesem Land, in meiner Ecke von Ostfriesland auch all das Wahre und Freundliche gibt, kann ich das weitergeben und so hoffentlich stärken. Dann verlieren teils unvorstellbare Lebenswege meiner Flüchtlingskinder ebenso ihre Macht über mich, wie diese ganzen dumm-ängstlichen Aussagen der AfD-WählerInnen und Ewiggestrigen. Dann schockt es mich auch nicht mehr ganz so heftig, wenn ein Koreaner und ein gewählter Vertreter der US-Demokratie mit ihren roten Knöpfen Bingo spielen wollen.

Denn ich weiß es ja jetzt: Das trotz aller Widrigkeiten am Ende mein Mann, meine Hündin und mein Pferd da sind. Das wir miteinander verbunden sind, obwohl wir nicht alle die gleiche Sprache sprechen. Das da so viel Schönheit und Liebe und Nähe ist. Und wenn ich das lernen konnte, dann können das ja Andere vielleicht auch. Dafür gehe ich in die Schule, dafür halte ich diese manchmal nervenaufreibenden Tage aus, dafür will ich mich einsetzen.

 

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