Wonnemonat Mai

Es dauert ja immer ein bisschen, bis hier wieder etwas steht, das liegt daran, dass das RL („Dat is real life, Froo Ostfreesin, weeten’s Bescheed?“) einfach so proppenvoll und schön ist. Manchmal denke ich, ich sollte das noch viel mehr aufschreiben, damit ich das auch noch weiß, wenn sich das Leben mal novembergrau-arbeitsgetürmt-zerfasert anfühlt. Aber nu, besser ein bisschen was, als gar nix.

Nachdem ich im letzten Beitrag wohlgemut in der Arbeit ertrunken bin, dort am Boden des Korrekturozeans versank, kam plötzlich der Mai und zog mich hoch. Mit den vielen Feiertagen, Sportfesten, mündliche-Prüfungen-protokollieren, Brückentag undsoweiterundsofort war es zwar nicht einfach, die Test-Termine richtig zu setzen, aber es hat geklappt. Hier in Niedersachsen ist schon ziemlich Schuljahresendspurt und das macht sich überall bemerkbar: Reizende Rhinozerosse stampfen durch die Lehrerzimmer, der Akku schon überall recht leer, die Schreibtische sehen verheerend aus, die Kollegin erwartet Applaus für das Anstellen der Spülmaschine, die Zeugniskonferenzen finden dieser Tage bereits statt, die Kinder rennen kurzärmelig herum (wenn die Kleidung denn überhaupt Ärmel hat) und über allem summt schon die Vorahnung der Sommerferien. Da schießen die Projekttage aus dem Boden wie andernorts die Pilze, da muss nochmal ein Jahrgangsausflug organisiert werden und die Verabschiedung der Pensionäre rückt näher. Ob wir da nicht noch was basteln wollen? Ach, und die schwangere Kollegin ist gar nicht mehr schwanger. Ob die sich wohl über einen Strampler freut?

Was der Mai auch kann: Familienzusammenkünfte. Das war diesen Monat wirklich besonders schön, endlich mal wieder die auch etwas weiter entfernte Verwandtschaft zu sehen und zu sprechen. Muttertag, Himmelfahrt, Pizzaabend… da waren in dieser oft sprachlosen Familie aufeinmal doch ganz viele Themen. Und über die meisten konnten wir uns sogar austauschen.

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Wetter! Wetter kann der Mai auch. Die Bäume und Büsche und Blumen sind innerhalb von wenigen Stunden explodiert und alles strotzt vor Kraft. Da isses nur noch schön und ich will raus, das Hundetier dabei.

Eheglück! Auch nach fast zehn Jahren Beziehung. Ich liebe dich wie Hulle!

12 von 12 im September 2016

Heute gibt es keinen tagesaktuellen Bericht, denn ich sitze just in diesem Moment der Veröffentlichung mit einer 14-köpfigen Planungsgruppe an einem runden Tisch und diskutiere und hirnauswringe über Ideen für eine neue Schule. Was für eine Chance!

Darum habe ich euch heute ein paar Aufnahmen der letzten Tage mitgebracht, die es noch nicht in den Blog geschafft haben. Die Festlandtechnik ist endgültig gestorben und muss noch über einen Festplattenspeicher zu Grabe getragen werden, bevor es hoffentlich noch vor Weihnachten eine Neuausstattung gibt. Die Inseltechnik hält aber noch durch, darum schreibe ich von hier:

  1.  Ich war neulich mit dem Hündchen unterwegs und wie so oft liegt die Schönheit im Detail. Im Frühjahr konnte ich nur wenig Küken am Kanal entdecken. Das war letztes Jahr ganz anders. Nun, im Herbst, sind sie aber doch da, groß geworden und augenscheinlich ganz gesund:

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2-4) Der Frühherbst-Spätsommer bringt ganz tolles Licht mit sich und bescheint die Beeren so schön:

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5+6) Das ist so typisch Ostfriesland, das musste ich vom Spaziergang einfach knipsen und euch zeigen:

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7) Am Sonntag haben wir noch eine Radtour gemacht, bevor mich das Schiff wieder Richtung Festland brachte. Der Blick auf die Nachbarinsel zeigt es: Das Wetter meint es gut mit uns und so ist auch unsere Stimmung sehr sonnig. Trotz Wahlen und Abschiedsschmerz.img_4128

8) Die Pferde liefen über die große Heller-Weide und das ist ein Anblick, der mich immer besonders freut. Ich glaube, wenn ich ein Pferd wäre, würde ich auch lieber bei allen Wetterlagen mit meinen Kumpels draußen sein (okay, Blizzard vielleicht nicht), statt 23 Stunden am Tag in einer wohltemperierten Box zu stehen. Ich weiß, dass es manchmal nicht geht, aber die Weidepferde haben’s schon schön:

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9) Die Pferdefreunde, denen sie oben so aufmerksam nachblicken, haben schon eine Runde über den Strand gezogen und Urlaubsgäste glücklich gemacht:

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10) Weil ich mit dem Fotografieren mal wieder nicht hinterherkam, hat der Lieblingsinsulaner eine Pause eingelegt.img_4186

11) Ja, na nu, wat wullt moaken? De Blömen weeren man so lüttjet, die kunn ik ne up’t Bild kriegen:img_4181

12) Damit endete ein wunderschönes Wochenende, das Schiff trug mich an Land und hier wartete die Planungsgruppe. Man, man, man. Wir diskutieren im Kreis und ich ungeduldiges Etwas bin mittendrin. Aber das Wochenende, das war wunder-wunder-schön:

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Das waren meine 12 von 12, die nun doch erst am 13. rauskommen. Aber hey, ich mochte noch nie gerne schablonenhaft sein 😉

Danke für’s vorbeisurfen! Eine schöne Woche und bis bald!

Mehr von diesen Einblicken findet ihr hier.